COVERSTORY I

PET MRT versus PET CT

Zusammengefasst von T. Rand / Originalvortrag M. Mayerhöfer

 

In seinem Beitrag: „PET MRT vs. PET CT: haben die Versprechen gehalten“, beschäftigte sich Herr Doz. Mayerhöfer mit einem der innovativsten Themen der bildgebenden Diagnostik.

In einer kurzen Zusammenfassung dürfen wir die wichtigsten Inhalte beispielshaft wiedergeben:

Mittels PET MRT überwiegt auch weiterhin die Anwendung in onkologischen Fragestellungen, hierbei insbesondere Prostata, Hirntumore, Head&Neck Tumore, GI Tumore und Weichteiltumore. Nur in einem wesentlich kleineren Anteil werden neurologische und kardiologische Fragestellungen abgeklärt.

Generell liegen die Vorteile des PET CTs zwar weiterhin bei den relativ kurzen Messzeiten, der dadurch guten Patientencompliance, und den niedrigeren Kosten (ab ca. 1100 E). Dem gegenüber steht eine relativ hohe Strahlendosis (20-25 mSV) und die Notwendigkeit der Applikation jodhaltiger Kontrastmittel.

Vorteile des PET MRT liegen in der Reduktion der Strahlendosis, einem höherem Weichteilkontrast und der Anwendung funktioneller Parameter, wie etwa DWI, PWI, MRS. Hingegen sind die Messzeiten wesentlich länger (40-80min), und die Untersuchungskosten prinzipiell höher (ab 2500€). Dazu kommen die allgemeinen MRT Kontraindikationen und die Artefaktanfälligkeit.

Studien der letzten Jahre habe gezeigt, dass PET -MRT bei adäquater Anwendung weitgehend ähnlichen diagnostischen Wert besitzt wie PET CT, die Pateinten aber etwa insbesondere in der Pädiatrie durch die geringere Strahlenbelastung profitieren.

Zusätzliche MRT- Informationen können zu höheren Detektionsraten und einer besseren Beurteilung des Therapieansprechens führen. Die Zusatzinformationen haben Einfluss auf das Management des Patienten, und quantitative Evaluierungen mit mulitparametrischer Bildgebung ermöglichen die Charakterisierung der neoplastischen Prozesse, eine verbesserte Abschätzung der Prognose und beeinflussen die Therapiewahl.

Vorgestellt wurden 2 Protokolle, ein sogenannt „schnelles“ Protokoll für Tumorsuche und systemische Erkrankungen, mit einer Dauer von lediglich 30-40 Minuten, unabhängig von Vorbildern, und ein alternatives „slow motion“ Protokoll, welches vor allem für die Bildgebung bei bekanntem Primärtumoren und bekannter Lokalisation geeignet ist. Die „area of interest“ werden dabei zuerst mit einem tumorspezifischem MRT Protokoll gescannt, so etwa Lebertumore mit Gadoxetate- enhaced T1 vibe fs, und DWI, und gynäkologische Tumore mit T2 TSE und T1 TSE fs KM, und DWI Sequenzen. Danach folgt ein „schnelles“ MR Protokoll für den restlichen Körper.


Protokoll1:

 

 

 

Protokoll2:

 

 

Zahlreiche Beispiele dokumentieren den speziellen Einsatz der PET MRT hinsichtlich verbesserter Detektion von Primärherden und Metastasen, der Darstellung inzidenteller Befunde, dem speziellen Einsatz beim Prostata CA, bei Lungenläsionen und in der Zusatzdiagnostik. Spezielle Beispiele finden sich auch hinsichtlich der multiparametrischen Hybridbildgebung, und der Darstellung des Therapieansprechens.

 

Zusammenfassend können PET/MRT und PET CT bei richtiger Indikation mit ähnlichem diagnostischem Wert, PET MRT aber geringerer Strahlenbelastung angewendet werden.

Zusätzliche MRT Information kann aber darüber hinaus zu höheren Detektionsraten, und einer besseren Beurteilung des Therapieansprechens führen. Die Zusatzinformationen haben Einfluss auf das Management der Patienten.

 

Zahlreiche exzellente Bildbeispiele können Sie den PDF Dateien entnehmen. Bitte beachten Sie den Urheberschutz.

 



Original Vortrag zur Ansicht

Autior des Vortrages am ÖRG Kongress 2018

Marius E. Mayerhöfer
1. Dept of Biomedical Imaging and Image-guided Therapy, Medical University of Vienna
2. Dept of Radiology, Memorial Sloan Kettering Cancer Center New York