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Wirbelsäuleneingriffe minimalinvasiv sicher im Hybrid OP durchführen

Um eine frühzeitige und verlässliche Diagnose im gesamten Gesundheitskontinuum sicherzustellen und dabei Kosten senken zu können, arbeitet Philips laufend an der Weiterentwicklung diagnostischer Bildgebungslösungen, bildgeführter Therapiesysteme und Ultraschalllösungen.

Aus der sehr erfolgreichen Zusammenarbeit von Herzchirurgen mit Kardiologen, die bereits seit längerem die Vorzüge eines Hybrid-OPs für minimalinvasive Klappeninterventionen genutzt haben, entwickelte sich im Bereich Gefäßchirurgie ein zunehmendes Interesse daran, vermehrt Aorteninterventionen in Hybrid-OP-Räume zu verlagern.

Minimalinvasive Instrumentierung unter 3D-Bildführung gehören zu Interventionstechnologien, die von Orthopäden und/oder Neurochirurgen in Hybrid-OPs genutzt werden. Aber auch neurologische Interventionen wie AVM- und Schlaganfallbehandlungen sowie Clipping und Coiling von Aneurysmen gehören zu den Neuro-Prozeduren von heute. Diese Entwicklung spiegelt den Trend wider, nach Möglichkeit zunehmend minimalinvasiv zu operieren. Einerseits, um Eröffnungstraumata zu vermeiden, andererseits, um im Sinne des Patienten einen schnelleren Heilungsverlauf zu ermöglichen und eine raschere Rehabilitation zu erreichen. Die Anforderungen an Ressourcen und Ausstattung variieren je nach Disziplin. Die hohen Anforderungen an die Logistik bleiben bestehen.

Die Zutaten für einen optimalen Hybrid-OP
Die wesentlichen Erfolgsfaktoren umfassen eine perfekte Raumkonzept- und Prozessplanung, die Wahl des richtigen Angiographiesystems und eine hervorragende Implementierung.

1.    Planung
Unter Einbeziehung von Ärzten, Pflegepersonal, Radiologietechnologen, Hygiene-, Anästhesiepersonal, Bau- und Medizintechnikern, Verwaltungskräften und Mitarbeitern der ärztlichen Direktion empfiehlt es sich, so früh wie möglich die Evaluationsphase gemeinsam durchzuführen. 3D-und Workflow-Modelle sowie Gespräche mit Abteilungen, die bereits Erfahrungen in der Umsetzung eines ähnlichen Projektes haben, sind sehr hilfreich und ermöglichen eine steile Lernkurve. Gerne unterstützt Sie das Philips-Team hierbei.

2.    Wahl des Angiographiesystems
Ein Hybrid-OP modernster Bauart besteht aus einer Kombination folgender Komponenten:

  • Deckengehängtes Flachdetektor-Angiographiesystem
  • Spezielle Aufhängung des Angiographiesystems, um ein durchgehendes Laminar-Airflowfeld realisieren zu können
  • Uneingeschränkte Verfahrbarkeit des Angiographiesystems, um auch bei Verwendung von Anästhesiesystemen eine angiographische Untersuchung zu ermöglichen
  • Integration eines vollwertigen OP-Tisches
  • OP-Lampen und OP-geeignete Sichtmonitore
  • 3D-Interventions-Tools zur optimalen Platzierung von minimalinvasiver Instrumentierung, Durchführung von Nadelinterventionen, Clipping und Coiling
  • Integration von Ultraschallsystemen
  • Modernste Bildbearbeitungssoftware Clarity für minimale Dosisbelastung von Patient und Anwender bei optimaler Bildqualität


3.    Implementierung
Gerne unterstützen wir Sie bei der Umsetzung Ihres neuen Hybrid-OPs.

Der optimale Hybrid OP ist ein hochspezialisierter Operationssaal mit einem fix installierten bildgebenden Philips Allura Xper FD 20 Imaging System mit FlexMove-Verfahrkonzept sowie flexibel einsetzbarem OP-Tisch mit strahlendurchlässiger Tischplatte. Er ist ausgelegt für den Einsatz bei interventionellen und minimalinvasiven Techniken sowie traditioneller offener Chirurgie. Im Hybrid-OP kann das Ärzteteam sehr schnell und effizient von minimalinvasiver Technik zu offener Chirurgie - und umgekehrt - wechseln. Dafür ist kein Patiententransport nötig.

Der Hybrid-OP kann zudem dank der ausgeklügelten FlexMove-Verfahrmöglichkeit des bildgebenden Systems als Standard-OP genutzt werden. Das FlexMove Verfahrkonzept bietet genügend Freiheiten für die Bedürfnisse der Anästhesiesowie aller anderer Anwender des Hybrid-OP. Während Eingriffen kann das Allura-System in lateraler Warteposition geparkt werden und, wenn nötig, sehr schnell und auf einfachste Weise an die entsprechend benötigte Position gefahren werden. Dank dieses Hybrid -OP können sehr komplexe Eingriffe vermehrt minimalinvasiv durchgeführt werden, was für den Patienten schonender ist. Er erholt sich schneller und seine Lebensqualität verbessert sich sofort. Mit neu entwickelten 3D-SW-Algorithmen können Dosis und Kontrastmittel eingespart werden. Darüber hinaus steigert die hervorragende Bildqualität des bildgebenden Systems die Qualität des Eingriffes.


Bilder 1-3: Schraubenfixierung der benachbarten Wirbel T10 und T12: Schrauben einführen, Position lateral und AP überprüfen, Führungsdraht entfernen.
Rechtes Bild: Dieselben Schritte für T12, um die Schrauben einzuführen

 
 Stab einführen und T10 und T12 fixieren, um T11 zu überbrücken.


Finale Positionierung in AP und lateral überprüfen – OP-Dauer: ca. 1,5 Stunden.


Optional XperCT Check durchführen bevor OP-Feld geschlossen wird.


Finale Positionierung in AP und lateral überprüfen – OP-Dauer: ca. 1,5 Stunden.


Copyright: Alle Fotos sind im Hybrid-OP des UKSH (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein) – Campus Kiel – entstanden und wurden freundlicherweise vom UKSH zur Verfügung gestellt.

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Kontakt: Günther Thomann, Philips Healthcare, guenther.thomann@philips.com