EMERITIERUNG  PROF. JOHANNES LAMMER

Prof. Johannes Lammer: „Interventional Radiology today and tomorrow“!

von C. Loewe

Aus Anlass der Emeritierung von Johannes Lammer wurde im Jugendstilfestsaal der MUW der akademische Festakt begangen. Prof. Christian Loewe, stellvertretender Leiter, konzipierte und leitete die Feierlichkeiten.


Am 28. März 2014 ging in Wien eine radiologische Ära zu Ende: Univ. Prof. Dr. Johannes Lammer beendete seine faszinierend erfolgreiche berufliche Kariere und trat in den Ruhestand ein. Aus diesem Anlass veranstaltete die Klinische Abteilung für Kardiovaskuläre und Interventionelle Radiologie der Univ. Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin in Wien ein Symposium unter dem Titel „ Interventional Radiology – today and tomorrow“, welches am 08. Mai 2014 im voll besetzten Jugendstilhörsaal der MedUni Wien stattfand.

Die Idee dieses Symposiums war nicht allein den beruflichen Lebensweg von Johannes Lammer Revue passieren zu lassen, sondern auch einen Ein- und Ausblick zu geben in das was Interventionelle Radiologie heute kann und möglicherweise morgen können wird.

Im 1. Teil dieses Symposiums stand die Person und der Interventionelle Radiologe Johannes Lammer im Mittelpunkt. In sehr persönlichen Ansprachen würdigten Prof. Dr. Reinhard Krepler (Dir. AKH Wien), Prof. Dr. Werner Jaschke (Präsident der Österr. Röntgengesellschaft (ÖRG)), Prim. Dr. Manfred Gschwendtner (Präsident der Österr. Gesellschaft für Interventionelle Radiologie (ÖGIR)), sowie Prof. Michael Lee (Past – Präsident der Cardiovascular and Interventional Radiological Society of Europe (CIRSE)), die Bedeutung der Aufbauarbeit von Johannes Lammer, nicht nur für die Interventionelle Radiologie in Österreich, sondern auch auf europäischer Ebene.

In seiner kurzweiligen und sehr persönlichen Laudatio beleuchtete Prof. Dr. Christian Herold, Vorstand der Univ. Klinik für Radiodiagnostik und Nuklearmedizin in Wien, auch die persönliche und private Seite von Johannes Lammer und würdigte auch seine spezielle Rolle und Bedeutung für die Neuorganisation der Univ. Klinik für Radiodiagnostik und Nuklearmedizin in Wien in ihrer jetzigen Form.

Unter dem Titel „Die Abteilung Kardiovaskuläre und Interventionelle Radiologie: Herz, Hirn und vieles mehr“ versuchte ich am Beispiel der Entwicklung unserer Abteilung die Bedeutung von Johannes Lammer für das Fach Interventionelle Radiologie zu demonstrieren. Der Weg von einer 3 Ärzte – 1 Angio-Abteilung (Situation zum Zeitpunkt der Eröffnung der Abteilung 1992) zu einer Abteilung mit 15 ÄrztInnen, 3 Angiographie-Eingriffsräumen sowie CT und MR demonstriert diese beeindruckende Aufbauarbeit nachdrücklich.

Schließlich gab Prof. Andy Adam, London, einen Ausblick über die zu erwartenden Möglichkeiten und Herausforderungen der Interventionellen Radiologie in der nahen Zukunft unter dem Titel „Interventional Radiology 2020“.

Der 2. Teil des Symposiums nach der Pause sollte einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten der Interventionellen Radiologie und über das Leistungsangebot der Abteilung für Kardiovaskuläre und Interventionelle Radiologie geben.

Prim. Dr. Klaus Hausegger, Klagenfurt, referierte über „Die endovaskuläre Behandlung des Schlaganfalls“ und Doz. Dr. Martin Funovics, Wien sprach unter dem Titel „Fenestrieren, Schnorchel, Chimney“ über die moderne Therapie komplexer Aortenaneurysmen. Prof. Dr. Thomas Helmberger aus München gab unter dem Titel „Cooling, burning, targeting“ einen Einblick in die modernen Wege der Tumortherapie, während Prof. Dr. Maria Schoder einen ausführlichen Überblick über „50 Jahre Interventionelle Radiologie in der Gefäßtherapie“ gab. Abschließend gab Doz. Dr. Florian Wolf, Wien, Einsichten in die Dekade des CT und die Entwicklung des Herz-CT.

Natürlich kann ein Symposium alleine in keiner Weise den beruflichen Lebensweg von Johannes Lammer ausreichend wiederspiegeln. Insgesamt war es jedoch eine gelungene Veranstaltung mit zahlreichen Wegbegleitern, Freunden und KollegInnen aus ganz Österreich, die der privaten und beruflichen Person Johannes Lammer gerecht wurde.
Im entspannten Get-together konnte man in Reminiszenzen schwelgen, alte Geschichten wieder zum Leben erwecken – und Johannes Lammer das Beste für den kommenden Lebensabschnitt wünschen.




Prof Lammer, begleitet von seiner Frau Anette und Sohn Till sowie Prof. Krepler, Direktor des AKH, in der ersten Reihe des Jugendstilhörsaales



Prof Herold hält in feierlichen Rahmen die Laudatio



Für die CIRSE:  Prof Micheal Lee