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Lebertumore: Hochqualitative Bildgebung als Basis des Erfolgs bei interventionellen Therapien

Das Auftreten von bösartigen Tumoren in der Leber ist eine relativ seltene Erkrankung, gehört aber aufgrund ihrer schlechten Prognose zu den zehn häufigsten Krebstodesursachen in Österreich. In vielen Fällen wird die Erkrankung erst im bereits fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Die Aussicht auf Heilung ist daher ungünstig. Bei bestehenden Kontraindikationen können alternativ zur chirurgischen Tumorresektion interventionelle Therapieverfahren eingesetzt werden. Transkatheter-Therapien wie die Transarterielle Chemoembolisation (TACE) und die Selektive Interne Radiotherapie (SIRT) oder Ablationstherapien wie die Radiofrequenzablation (RFA) werden im Angiographielabor der Radiologie durchgeführt. Basis für den Erfolg dieser Eingriffe ist die Verfügbarkeit hochqualitativer Bildgebung kombiniert mit anspruchsvollen Softwareapplikationen.

Siemens reagiert auf diese Anforderungen mit Lösungen und Produkten, die die Arbeitsabläufe der interventionellen Onkologie erleichtern. Das Angiographiegeräte Artis Q, ausgestattet mit neuer Röhren- und HDR-Detektortechnologie erreicht verbesserten Weichteilkontrast bei minimaler Dosis. Das Artis zeego bringt Robotertechnologie für höchste Flexibilität und kontinuierlich neue Softwaretools für interventionelle Eingriffe ins Katheterlabor.

Die Anwendung Syngo DynaCT unterstützt einen interventionell-onkologischen Eingriff in jeder Phase der Therapie. Syngo DynaCT liefert CT-ähnliche 3D-Datensätze mit Weichteilinformation für die unmittelbare Kontrolle des Behandlungsverlaufs. Das Komplikationsrisiko wird dadurch reduziert. An dem revolutionären Mehrachsensystem Artis zeego liefert das Large Volume DynaCT mit nahezu unbegrenzter Bewegungsfreiheit Informationen des kompletten Körperquerschnitts. Mit Syngo DynaCT 360 kann beispielsweise ein 3D Datenvolumen der gesamten Leber in 6 Sekunden mit einer C-Bogenrotation aufgenommen werden.


Artis Q-Radonc-DynaCT-livermets-Hannover-Nov2013



SyngoDynaPBV (Perfusion Blood Volume) ist ein Nachbearbeitungstool, das zusätzlich funktionelle Information über den Tumor liefert. Physiologische Veränderungen wie Blutfluss und Blutvolumen eines Tumors und des umgebendes Gewebes werden mittels farbcodierter Querschnittsbilder angezeigt. Dadurch ist es möglich, biologische Prozesse wie Veränderungen in der Angiogenese sichtbar zu machen. Mit syngoDynaPBV werden die Perfusionsverhältnisse im Tumor dokumentiert und damit der Therapieverlauf kontrolliert. Potentielle non-responder können unmittelbar nach der Intervention identifiziert werden.


Artis zee-Radonc-PBV-SLK Heilbronn-Aug2012



Zur exakten Planung des Embolisationspfades dient syngoEmbolization Guidance. Dieses Softwaretool markiert das Tumorgefäß und projiziert die Kontur in das aktuelle Durchleuchtungsbild. Der Embolisationskatheter kann entlang dieses Pfades einfach und schnell zur Zielregion geführt werden.

Syngo InSpace 3D/3D Fusion ermöglicht die Fusion von syngoDynaCT Datensätzen mit CT, MR oder PET/CT Daten der Voruntersuchungen. Die Überlagerung der kombinierten Information mit dem aktuellen Durchleuchtungsbild dient als zusätzliche Therapieführung aber auch Ergebniskontrolle.


Artis zee-Radonc-3d3-liver-PET-AKH Vienna-Aug2010


Zur Visualisierung der Tumordurchblutung vor und nach einer katheterbasierten selektiven Radiotherapie (SIRT) dient syngo iFlow. Dabei wird die Information einer gesamten angiographischen Szene in einem färbigen Bild dargestellt. Dieses Tool hat auch das Potential, die Verteilung radioaktiven Materials im Lebertumor zu zeigen.


Artis zee-Radonc-Emboguide-RF4-BarmherzigeBrüder-Sept2014



Die Radiofrequenzablation eines Lebertumors erfordert eine perkutane Punktion der Läsion mit anschließender Zerstörung des Gewebes. Syngo i-guide unterstützt diesen Prozess mit einem 3-stufigen, intuitiven workflow für die Punktionsplanung und Nadelführung. Ein Laser projiziert ein Fadenkreuz auf die Patientenoberfläche. Dies ermöglicht die präzise Markierung der Punktionsstelle unter Verwendung minimaler Strahlendosis.

Evaluierter Erfolg im Rahmen einer Transarteriellen Chemoembolisation

Interventionelle Therapieverfahren – speziell zur Behandlung von Lebertumoren – gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. Am Universitätsspital Frankfurt evaluierten Prof. Vogl und sein Team den Effekt der Software Tools syngo DynaCT, syngoDynaPBV (perfusion blood volume) und 3D / 3D image fusion (MRI) im Rahmen einer Transarteriellen Chemoembolisation an 150 Patienten. Das verwendete Angiographiesystem war ein Artis zeego. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass mit syngoDynaCT exzellentesyngoDynaCT exzellente Visualisierung, Abgrenzung, und Differenzierung von Lebertumoren möglich ist. Das Nachbearbeitungsprogramm syngoDynaPBV verbessert durch farbcodierte Bilder die Detektion und Differenzierung von Leberläsionen während TACE. Fusionierte DynaCT-MRI Datensätze unterstützen die Katheterführung während des Eingriffs und helfen bei der Identifizierung der tumorzuführenden Gefäße. Die räumliche Darstellung erleichtert die Lokalisierung der Katheterspitze und die Verteilung des applizierten Kontrastmittels während der Therapie.

Weiterführende Informationen siehe: Paul J. et al.: Ultrafast cone-beam computed tomography imaging and postprocessing data during image-guided therapeutic practice. Eur Radiol 2014, online before print.