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OERG News

MRT-gezielte Prostata-Biopsie

B.J. Füger, A. Stiglbauer, S. Magnaldi, I. Kain, G. Heinz-Peer, M. Memarsadeghi, T. H. Helbich

Das Prostatakarzinom gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen des Mannes. Innerhalb der Gruppe der an Krebs verstorbenen Männer ist das Prostatakarzinom für etwa zehn Prozent der Todesfälle verantwortlich und stellt damit die dritthäufigste tödliche Krebserkrankung nach Lungen- und Darmkrebs dar.

Eine kurative Behandlung ist nur möglich, wenn das Prostatakarzinom die Organgrenzen noch nicht überschritten hat und keine Metastasierung vorliegt. Eine Früherkennung des Prostatakarzinoms ist somit für Krankheitsverlauf und Prognose essentiell. Die wichtigsten prognostischen Faktoren sind Tumorvolumen, TNM-Stadium, Gleason-Score und die Höhe des Prostata-spezifischen Antigens (PSA).

Neben der Sonographie hat sich in den letzten Jahren die MRT als nicht-invasive Methode zur Detektion von Prostatatumoren etabliert. Mittels T2-gewichteten Sequenzen gelingt eine exakte anatomische Darstellung der Prostata und ihrer umliegenden Strukturen. Andere MR-Techniken lassen Rückschlüsse auf das biologische Verhalten des Tumors zu: dynamische kontrastmittel-verstärkte T1-gewichtete Sequenzen für Angiogenese, diffusionsgewichtete Aufnahmen zur Beurteilung der Zelldichte und die Spektroskopie zur Bestimmung von Gewebsmetaboliten wie Cholin und Kreatin.

Eine weitere Methode der funktionellen Bildgebung ist die Positronenemissionstomographie (PET). Radioaktive markierte Substanzen geben im Fall von [18F]-Fluorodeoxyglukose (FDG) Auskunft über den Zuckerstoffwechsel und im Fall von 11C-Azetat über den Lipidstoffwechsel.  Abhängig vom Tumorzelltyp zeigen maligne Zellen eine erhöhte Aufnahme von FDG und/oder Azetat. Eine Kombination all dieser bildgebenden Modalitäten (multifunktionale PET-MRT)(Abb. 1), erlaubt somit einen Aufschluss über die anatomische Verhältnisse (Staging) sowie molekularbiologisches und zelluläres Verhalten der Prostatatumore und lässt eine nicht-invasive Charakterisierung der Tumore zu.

Beweisend für ein Prostatakarzinom ist derzeit ausschließlich der Nachweis von Krebszellen in einer bioptisch entnommenen Gewebeprobe. Prostatatumore, welche nur mittels MRT bzw. PET-MRT nachweisbar sind, benötigen somit eine MRT-gesteuerte Biopsie zur Diagnosesicherung. Die MRT-gesteuerte Biopsie erlaubt eine bessere Darstellung der zonalen Anatomie und des in der diagnostischen Bildgebung suspizierten Areals. Es gibt verschiedene Arten der MRT-gesteuerten Biopsie, die sich in der verwendeten Feldstärke, der Lagerung des Patienten, des Biopsie-Zugangs und der Dauer des Eingriffs unterscheiden. Offene Niederfeldsysteme (0.5-1 Tesla) erleichtern im Vergleich zu geschlossenen Hochfeldsystemen den Patientenzugang; sie weisen jedoch eine schlechtere Darstellung der zonalen Anatomie der Prostata auf, was für die Steuerung der Biopsie von Nachteil ist. Die transgluteale Biopsie, bei welcher der Patient in Bauch- oder Seitenlage positioniert wird, hat den Vorteil, dass der Zugangsweg durch die Glutealmuskulatur stabilisiert wird; als Nachteile erweisen sich Verletzungsgefahr des N. ischiadicus sowie die Verwendung eines offenen Niederfeldsystems. Alternativ kann transperineal biospiert werden, wenn der Patient nach einem rektalen chirurgischen Eingriff nicht für eine TRUS-gesteuerte Biopsie geeignet ist; sie erfolgt in dorsaler Lithotomieposition in einem offenen Niederfeldsystem mit einer Beckenspule. Bei diesen beiden Biopsiemöglichkeiten müssen zur genauen Bestimmung des Biopsieareals jedoch MRT-Bilder aus vorangegangenen Untersuchungen in einem Hochfeldsystem verwendet werden.
 
Im AKH Wien, an der Universitätsklinik für Radiodiagnostik, wird die Prostata-Biopsie transrektal in einem geschlossenen Hochfeldsystem (1.5 Tesla) mit dem Patienten in Bauchlage durchgeführt. Zur Vorbereitung ist eine Darmreinigung notwendig. Um die Infektionsgefahr zu mindern ist seitens des Patienten die orale Einnahme von 250mg Cyproxin (2x1) über eine Dauer von 3 Tagen nach der Biopsie erforderlich. Auf Höhe des Beckens wird eine Body-Phased-Array-Spule positioniert und die Biopsie erfolgt mit einer MR-kompatiblen Prostata-Biopsieeinheit (Invivo, Orlando, Fl; Abb. 2), welche rektal eingebracht wird. Anhand von Koordinaten und T2-gewichteten Sequenzen in axialer, coronarer und sagittaler Ebene wird eine genaue Lokalisation des Biopsie-Areals ermöglicht (Abb. 3) . Mit einer MRT-kompatiblen Biopsienadel (Fully Automatic BiopsyGun Invivo®) werden 6-12 Gewebezylinder entnommen. Die Dauer des Eingriffs beträgt ca. 45 Minuten.

Bisherige Ergebnisse der transrektalen MRT-gesteuerten Prostata-Biopsie zeigen, dass es von Vorteil ist, die Bildgebung vor der Biopsie und den Eingriff mit demselben System durchzuführen. Es zeigte sich eine gute Korrelation zwischen den suspekten Arealen auf den MRT-Bildern und der Histologie der bei der Biopsie entnommenen Gewebezylindern. Die MRT-gesteuerte Prostata-Biopsie dient derzeit als viel versprechende Alternative zur TRUS-gesteuerten Biopsie und nicht als Ersatz. In Zukunft müssen das klinische Outcome sowie die Kosteneffektivität in weiteren klinischen Studien evaluiert werden.

Kontaktadresse:
B.J. Füger, MD & T. H. Helbich, MD, MSc, MBA
Department of Radiology
Division of Molecular and Gender Imaging
Medical University Vienna,
Waehringer Guertel 18-20
1090 Vienna; Austria
Email:Thomas.Helbich@meduniwien.ac.at

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