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OERG News

Entwicklung der Kardiovaskulären Radiologie in Österreich

Klaus Hergan, Alexander Schlattau, Thomas Wolfgruber, Marcel-Rene Granitz,
Universitätsinstitut für Radiologie, Universitätsklinik Salzburg der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität

Einleitung
In Österreich herrscht im Vergleich zu anderen Ländern eine besondere Situation betreffend der kardialen Bildgebung mittels Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT). Kardiologen und Radiologen stehen eher in einem kooperativen als konkurrierendem Verhältnis zueinander. Interdisziplinäres Handeln hat monocolores Denken auf dem Sektor der kardialen bildgebenden Diagnostik zwar nicht gänzlich ersetzt, aber zumindest in weiten Teilen unseres Landes großteils abgelöst. Durch Gründung der Arbeitsgruppe kardiale Bildgebung der österreichischen Gesellschaft für Radiologie (ÖRG) im Jahre 2000 wurden die Radiologen Österreichs wachgerüttelt, sich auf dem Sektor der modernen kardialen Bildgebung mehr zu engagieren. Durch den rasanten technischen Fortschritt der letzten Jahre und nicht zuletzt deshalb, weil die kardiale Bildgebung auch einen Teilbereich der Facharztprüfung Radiologie darstellt, konnte die Expertise der Radiologen einerseits aber auch die Verfügbarkeit solcher Untersuchungen andererseits enorm gesteigert werden. Durch diplomatisches Geschick in beiden Gesellschaften (ÖRG und ÖKG - österreichische kardiologische Gesellschaft) und durch Gründung der gemeinsamen Arbeitsgruppe Herzbildgebung ist es gelungen eine Umgebung der Gemeinsamkeiten zu schaffen. So entstand in diesem Umfeld ein Konsensusbericht zum Thema Herz-MR (1) und ein Leitfaden zum Thema Herz-CT (2). Vor all diesen Aktivitäten zwischen Kardiologen und Radiologen stand im Jahr 2002 eine Umfrage unter den radiologischen Instituten im intra- wie auch extramuralen Sektor im Mittelpunkt (3). Abgefragt wurden unter anderem die technische Ausstattung, die Häufigkeit der Herzuntersuchungen, die interdisziplinäre Kooperation und die Einschätzung der kardialen Bildgebung zu diesem Zeitpunkt und in 5 Jahren. Nachdem sich zwischenzeitlich eine Menge ereignet hat, bestand nun in einer neuerlichen Umfrage das Interesse darin, ob die damals erstellten Prognosen eingetreten sind und wie sich die kardiovaskuläre Radiologie in Österreich entwickelt hat, auch im Hinblick auf den interdisziplinären Gedanken.

Material und Methode
An insgesamt 218 radiologische Institute wurde ein Fragebogen zu folgenden Themen verschickt: Art, Größe und technische Ausstattung der Abteilung, Häufigkeit an Herzuntersuchungen mit CT und MRT, Abschätzung der Bedeutung der CT und MRT bzgl. Koronararterien und der Herzdiagnostik jetzt und in 5 Jahren, interdisziplinäre Kooperation und Erwartungen der Radiologen an die Arbeitsgruppe kardiale Bildgebung der ÖRG.

Ergebnisse
Zur Auswertung standen 58 verwertbare Fragebögen (27 %). 90 % der Institute verfügen bereits über ein Multislice CT (damals 22 %), 3T MR-Geräte sind neu hinzugekommen und die Gradientensysteme haben sich deutlich verbessert (> 30 mT heute bei 52 %, damals bei 19 % installiert). Die Zahl der Institute, die Herz-MR betreiben, ist etwa konstant (34 %), während die Zahl derer, die Herz-CT betreiben, stark gestiegen ist (heute 60 %, damals 18 %). Der Stellenwert der Herzdiagnostik in der Radiologie wird sich in den nächsten 5 Jahren weiter steigern: große Bedeutung heute 62 % auf 83 % in 5 Jahren (Tabelle 1).

Tabelle 1:
Welche Bedeutung hat die Herzdiagnostik in der Radiologie Ihrer Meinung nach heute und in 5 Jahren?

N = 58. Werte in Prozent angegeben. Werte in Klammer entsprechen Prognose in 5 Jahren.

Bedeutung Gesamt Intramural Extramural
Große 62 (83) 66 (85) 45 (73)
Mäßige 29 (17) 26 (15) 45 (27)
Geringe 9 (0) 8 (0) 10 (0)
Keine 0 (0) 0 (0) 0 (0)




Die Bedeutung der CTA der Koronararterien ist stärker gestiegen als prognostiziert: 2002 haben 71 % der Befragten eine mäßige bis hohe Bedeutung in 5 Jahren prognostiziert, während dies heute von 98 % so eingeschätzt wird (Tabelle 2).

Tabelle 2:
Wie schätzen Sie die Bedeutung der CTA bzw. MRA der Koronararterien ein?

N = 58 (Intramural n = 47, extramural n = 11). Werte in Prozent angegeben. K/A keine Angabe.

Bedeutung CTgesamt Intramural Extramural MRgesamt Intramural Extramural
Große 76 77 73 30 34 9
Mäßige 22 21 27 24 21 36
Geringe 2 2 0 33 30 45
Keine 0 0 0 3 4 0
K/A 0 0 0 10 11 10


Die Prognosen der nicht-koronaren Herzdiagnostik mit MRT sind  teilweise eingetreten: Vitalitätsdiagnostik: hohe Bedeutung heute 79 %, damalige 5 Jahresprognose 72 %;  Klappendiagnostik: heute mäßige/hohe Bedeutung 85 %, damals 70 % prognostiziert; Tumorevaluation: heute mäßige/hohe Bedeutung 93 %, damals 86% prognostiziert.

Eine positive Entwicklung besteht bei der interdisziplinären Kooperation von Radiologen mit Kardiologen im Vergleich zu 2002: heute 80 % vs. 40 % damals. Ebenfalls deutlich gestiegen ist die Kooperation mit Angiologen, Gefäß- und Herzchirurgen. Das selbstständige Arbeiten von Nicht-Radiologen an CT, MRT oder Workstation ist wie im Jahre 2002 selten (je nach Modalität in 3-14 % der Institute). Das Konfliktpotenzial mit Kardiologen wird von 49 % als mäßig und 16 % als hoch eingeschätzt. Immerhin haben 28 % der Institute die Sorge, dass Kardiologen Herz-CT/MRT übernehmen könnten. Daher fühlen sich 83 % der Institute gut bis sehr gut durch die Arbeitsgruppe kardiale Bildgebung vertreten und erwarten sich von dieser weiterhin Information (86 %), Schulung (67 %), Interessenvertretung (71 %) und Beratung (64 %).

Schlussfolgerung
Die Herz-Radiologie hat in Österreich eine rasante Entwicklung hinter sich, die technische Ausstattung ist ausgezeichnet, fast 2/3 der radiologischen Institute betreiben Herz-CT und etwa 1/3 Herz-MR. Die 2002 abgegebenen Prognosen bzgl. Bedeutung der Herzdiagnostik sind großteils eingetreten und ein weiterer Fortschritt wird prognostiziert. Es besteht eine hohe Zufriedenheit mit den Aktivitäten der Arbeitsgruppe kardiale Bildgebung der ÖRG. Die Sorge um Konflikte mit Kardiologen bzw. ob der Möglichkeit einer Übernahme der Herzdiagnostik durch Kardiologen ist überschaubar.

Literatur

1.    Globits S, Watzinger N, Mori M, Bader T, Hafner T, Hergan K. Klinische Indikationen für kardiovaskulären Magnetresonanztomographie Consensusbericht der interdisziplinären Arbeitsgruppe der Österreichischen Gesellschaft für Kardiologie und Radiologie. J Kardiol 2007; 14: 269-275
2.    Globits S, Hergan K, Baumgartner H et al. Aktueller Stellenwert der MSCT der Koronargefäße: Klinischer Leitfaden (2007) der österreichischen Gesellschaften für Kardiologie und Radiologie. J Kardiol 2007; 14: 132-139
3.    Hergan K. Kardiovaskuläre Bildgebung in der Radiologie: Statistische Erhebung einer österreichweiten Umfrage. Fortschr. Röntgenstr 2002; 174: 647-650


Link zur Originalarbeit


Korrespondenzadresse

Prim. Univ. Prof. Dr. Klaus Hergan
Vorstand des Universitätsinstituts für Radiologie
Universitätsklinik Salzburg
Email    k.hergan@salk.at